Transidentität –
Geboren im
falschen Körper

Kinderseele in Not

Transidentität ist ein Thema, das Eltern zunächst verwirrt und erschreckt. Wenn das eigene Kind auf einer geschlechtlichen Identität besteht, die dem offensichtlich Körperlichen widerspricht, löst das bei vielen Ängste, Wut oder Unsicherheit aus.

Doch der Unsicherheit der Eltern und Bezugspersonen steht eine zweifelsfreie Sicherheit der trans*Kinder gegenüber. Sie wissen, wer sie sind. Diese Sicherheit müssen Eltern und Umwelt ernst nehmen. Nur so können sie ihrem Kind ein glückliches und gesundes Leben ermöglichen.

Medizinische Eingriffe.

Zunächst kann die Pubertät durch eine Hormonbehandlung angehalten werden. Dieser Schritt ist durch ein Absetzen der Präparate umkehrbar; so kann Zeit gewonnen werden, die vielleicht nötig ist, um sich wirklich sicher zu sein.

Mit der Einnahme gegengeschlechtlicher Hormone leitet man eine irreversible körperliche Veränderung ein. Doch auch hier gibt es Möglichkeiten, den Prozess abzubrechen, je nachdem, wann damit begonnen wurde. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Transmenschen sich nur in äußerst seltenen Fällen für eine Umkehr entscheiden. Ihre Identität und ihre Entscheidung stehen für die meisten seit frühesten Kindertagen unumstößlich fest.

Als letzter Schritt bleibt für viele irgendwann eine operative Geschlechtsangleichung. Nicht alle Transmenschen entschließen sich dazu, denn dieser Eingriff ist, wie auch jede andere Operation, nicht gänzlich ohne Risiken. Für manche ist er aber ein letzter und wichtiger Schritt, um endgültig im eigenen Geschlecht anzukommen.

Sprechen Sie mit geschulten Psychologen

Eltern von trans*Kindern sind oft von der Sicherheit und Dringlichkeit überrascht, mit denen ihre Kinder ohne jeden Zweifel darauf bestehen, zum anderen Geschlecht zu gehören.

Wenn dies über einen Zeitraum von Monaten unverändert anhält, sollten sich Eltern mit einem geschulten Psychologen in Verbindung setzen, sofern ein Leidensdruck beim Kind besteht. Ansonsten ist es für die meisten Eltern hilfreich, sich mit anderen Eltern in Verbindung zu setzen und auszutauschen.

Eine professionelle Hilfe bei Geschlechtsdysphorie besteht jedoch nicht darin, ein Kind in irgendeiner Weise umzustimmen und dazu zu bringen, ihr anatomisches Geschlecht als »richtig« zu akzeptieren.

Dies ist nicht möglich und nicht im Sinne des Kindeswohls. Falls nötig und gewünscht, dient eine psychologische Begleitung dazu, Kind und Eltern beim Anpassungsprozess zu helfen.

Kinderseele

 Hilfe und Ansprechpartner

Auch die Kommunikation mit Schulen, Bekannten, Eltern, Behörden kostet Kraft. Die Situation des eigenen Kindes muss erklärt werden, immer wieder müssen Verständnis und Offenheit durch geduldige Gespräche hergestellt werden. Namensänderung, die Frage nach Schultoilette, Schwimm- und Sportunterricht. All diese Punkte sind mit Aufwand und Aufklärung verbunden.

Einiges hat sich getan in den letzten Jahren. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist gewachsen, zahlreiche pädagogische Richtlinien für Kitas und Schulen berücksichtigen in vorbildlicher Weise die Rechte und Bedürfnisse von trans*Kindern. Doch auch Richtlinien müssen umgesetzt werden und nicht immer entspricht die Realität den Vorgaben. Viele Eltern von trans*Kindern brauchen Kraft und Geduld.

Interessensverbände, Vereine und Selbsthilfegruppen sind hierbei eine große Hilfe. Sie ermöglichen Eltern und trans*Kindern Austausch über Themen, die sie beschäftigen; geben Tipps und Hilfestellungen beim Umgang mit Behörden und den alltäglichen Herausforderungen.

 

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